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Herkunft und Zukunft

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts blüht die Wirtschaft rund um Lüdenscheid.

Jakob Hoffmann: Gründerjahre und Blütezeit1904-1948

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts blüht die Wirtschaft rund um Lüdenscheid. In dieser Aufschwungszeit waren die jungen Buchbinder Jakob Hoffmann und Herr Schelle Mitarbeiter der Druckerei Wilhelm von der Linnepe. 1904 beschlossen sie, den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen und legten damit den Grundstein für das heutige Unternehmen: „Hoffmann + Schelle“. Kurz nach der Gründung verließ Herr Schelle das Unternehmen wieder. Jakob Hoffmann baute die kleine Firma im Stadtzentrum in der Lüdenscheider Grabenstraße alleine weiter aus.

Kurz nach dem Ersten Weltkrieg blühte die Lüdenscheider Wirtschaft erneut auf und verhalf auch Hoffmann + Schelle zu vollen Auftragsbüchern und den „goldenen 20er Jahren“. Jakob Hoffmann passte die Produkte immer wieder geschickt an den aktuellen Bedarf der Lüdenscheider Industrie an. So kam es, dass er die Technik der Buchbinderei – Stanzen, Falzen, Kleben – modifizierte, um neutrale Kartonagen herzustellen. Diese wurden vor allem an die Schrauben- und Metallwarenindustrie im näheren Umkreis geliefert.

1948 übergab der kinderlose Jakob Hoffmann die Geschäftsführung an seinen Neffen Erich Schrick.

Erich Schrick: Von der Buchbinderei zum Schachtelhersteller1948-1967

Nach dem Krieg konnte die Lüdenscheider Industrie die Produktion mit einigen Einschränkungen wiederaufnehmen. Der wirtschaftliche Neuanfang verlief günstig und schnell gab es eine große Nachfrage nach Verpackungen für wichtige Alltagsgegenstände. Mit dem Wirtschaftswunder und der guten Auftragslage vergrößerte Erich Schrick das Unternehmen Anfang der 1950er Jahre, indem er die Firma Heinrich Krone übernahm. Dadurch konnte er einerseits den Kundenstamm erweitern und andererseits gut angelerntes Personal übernehmen.

Wenige Jahre später wurden die Standorte an der nahegelegenen Lösenbacher Straße zusammengelegt. Der Umzug brachte Hoffmann + Schelle nicht nur eine räumliche, sondern auch eine unternehmerische Weiterentwicklung. Wegen der steigenden Nachfrage nach bedruckten Schachteln schaffte Erich Schrick die erste Druckmaschine an. Mit dem Ende der 50er Jahre gab er die Buchbinderei auf und lege den Fokus des Unternehmens nun auf die Verpackungsherstellung. Trotz der technischen Weiterentwicklung wurde in den 60er Jahren noch viel in Handarbeit gefertigt. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte Hoffmann + Schelle rund ein Dutzend Personen und fertigte vor allem Rohkartonagen für die Lüdenscheider Schrauben- und Metallindustrie.

Peter Schrick: Konsolidierung und Vertriebsgeschick1967-2005

Als Peter Schrick 1967 in die Fußstapfen seines Vaters trat, befand sich das Unternehmen in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Auf das Wachstum und die Investitionen der vergangenen Jahre folgte eine nachlassende Nachfrage. Peter Schrick nahm die Herausforderung an und konsolidierte das Unternehmen in den folgenden Jahren.

Im Jahr 1970 folgte der Umzug von der Lösenbacher Straße nach Schalksmühle in die alte Reithalle am Nieder-Worth. Am neuen Standort konnten viele Unternehmensprozesse reibungsloser und schneller abgewickelt werden als bisher. Kurz darauf übernahm Hoffmann + Schelle die Firma Valentin Kremp, eine der noch verbliebenen sieben Kartonagenfabriken in Lüdenscheid. In den folgenden Jahren sollte Peter Schrick das Unternehmen so wieder auf Wachstumskurs führen und Hoffmann + Schelle vom Schachtelhersteller zum „ganzheitlichen Problemlöser“ machen.

Mit den wachsenden Kundenanforderungen investierte Peter Schrick mit Weitsicht in Personal und Zweifarb-Druckmaschinen, sodass Hoffmann + Schelle zur Mitte der 70er Jahre den Schritt vom klassischen Druck hin zum modernen Offsetdruck machte. Die verstärkten Vertriebsanstrengungen brachten in den 80er viele namenhafte Markenkunden und ein konstant gutes Wachstum. Zu dieser Zeit nutzte Peter Schrick die sich bietende Chance und stellte Kartonschuber für die aufkommende Videokassette her, von deren großem Erfolg Hoffmann + Schelle profitieren sollte.

Arno Schrick: Auf Expansionskursseit 2000

Der Einstieg von Arno Schrick in die Geschäftsführung beginnt mit einer wirtschaftlichen Herausforderung. In kurzer Zeit brach der Gesamtumsatz unvorhersehbar ein. Mit ihren engagierten Mitarbeitern fingen Peter und Arno Schrick die Verluste jedoch schnell wieder vollständig auf. Im Jahr 2000 folgte Arno Schrick seinem Vater in die Geschäftsführung. Er optimierte daraufhin weiter die Prozesse und führte die DIN ISO 9001 im Unternehmen ein. Mit dem Fokus auf der Prozessoptimierung verbesserte sich die Kundenorientierung weiter und zudem auch die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens. Aufgrund des sehr guten Wachstums und der steigenden Kundenanforderungen investierte Hoffmann + Schelle im Jahr 2006 erstmals in eine gänzlich neue Druckmaschine. Die neuen Möglichkeiten und Kapazitäten sorgten für weitere Expansion. Mit der Wirtschaftskrise um das Jahr 2008 kam eine weitere Prüfung für die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens, als der Datenträgerbereich mit CD-Stecktaschen praktisch über Nacht wegbrach. Erneut konnten die Umsätze durch den Einsatz der Mitarbeiter aufgefangen und sogar neue Kundensegmente aufgetan werden.

Ausblick in dieZukunft

Mit Arno Schrick geht Hoffmann + Schelle in die digitale Epoche mit vielen Herausforderungen, an denen das Unternehmen auch in Zukunft seine Widerstandsfähigkeit beweisen muss. Die wichtigste Investition wird daher immer indirekt und direkt in die Mitarbeiter von Hoffmann + Schelle gehen. Es wird viel Wert auf ein solides technisches Niveau gelegt.

Hoffmann und Schelle